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Indonesien: Von Gili Trawangan nach Lombok zum Mount Rinjani

Ppassend zur Weihnachteszeit habe ich dann doch noch die Zeit und Motivation gefunden, meinen Blog wiederzubeleben und die restlichen Artikel nachzutragen. In Zukunft wird der Blog hoffentlich auch weiter bestehen und mich bei meinen zukünftigen Reisen begleiten.

Der letzte Artikel handelte von meiner Reise auf Bali und von dort aus ging es dann zusammen mit den beiden Münchnern, welche ich in Thailand kennengelernt hatte, per Bus und Boot weiter auf die Insel Gili Trawangan. Gili Trawangan ist die größte Insel der drei „Gilis“. Hier zieht es besonders junge Leute her, die Wert auf ein ausgiebiges Nachtleben legen. Die kleineren Inseln Gili Air und Gili Meno habe ich selber nicht besucht, aber ich habe während meiner Reise mehrmals aufgeschnappt, dass sich diese beiden Inseln besser für Flitterwochen und Familien eigenen sollen.

Wir hausten im Gili Backpackers im Zentrum der Insel. Der hauseigene Pool samt Sprungturm und Kletterwand und die täglichen Beer Pong -Runden, hatten uns schlichtweg von Anfang an überzeugt. Dort lässt es sich wirklich gut aushalten.

Die folgenden Tage gingen wir oft zum Strand um zu schnorcheln und feierten Abends bis tief in die Nacht. Gerade das Schnorcheln/Tauchen ist hier sehr zu empfehlen. So braucht man mit etwas Glück nur wenige Meter ins Meer zu gehen, um Schildkröten aus nächster Nähe zu beobachten. Ein wirklich atemberaubendes Erlebnis diese Tiere nur wenige Centimeter vor sich zu sehen. Ein guter Spot hierfür ist der Strand auf der Nordost-Seite der Insel.

Von den Gilis aus nahmen wir ein Boot in Richtung Lombok. Am Bootspier angekommen, nahmen wir ein Taxi zur Südseite der Insel nach Kuta. Nicht zu verwechseln mit der Stadt Kuta auf Bali. In Kuta wagten wir unsere ersten Surfversuche und belegten dafür einen „Surfkurs“ bei einem indonesichen „Surflehrer“, der eigentlich in unserem Hostel die Möbel schreinerte.. Er nahm uns mit seinem Fischerboot mit zu einer Bucht. Dort wagten wir dann unsere ersten Surfversuche. Nach 2 Stunden in praller Hitze und ein paar gestandenen Wellen brachte er uns dann zurück ans Festland. Ich persönlich weiß jetzt, dass ich keine Karriere als Profisurfer einschlagen werde, aber ich kann es nur jedem empfehlen mal auszuprobieren.

In Kuta buchten wir eine 3-Tages-Tour für eine Besteigung des zweitgrößten Vulkans Mount Rinjani. Ich muss zugeben, dass ich dazu von meinen beiden Reisegefährten intensiv überredet wurde. Ich selber hatte eigentlich wenig Lust auf so einen langen und anstrengenden Wandertrip, aber wie sich später zeigte, sollte ich noch für meine Entscheidung, doch mitzukommen, belohnt werden.
Wir wurden zu einem „Hotel“ am Fuße des Berges gebracht und machten uns nach einer Übernachtung am nächsten Morgen mit unserer Wandergruppe auf den Weg. Unsere Gruppe bestand aus 12 Wanderern und 4 Trägern/Portern. Alle Teilnehmer mussten sich bei der Behörde des Nationalsparks mit ihren persönlichen Daten eintragen, damit diese einen Überblick behalten und im Notfall wissen, wer sich zur Zeit auf dem Berg befindet.

Anschließend ging es los. Wir wanderten die ersten Stunden hauptsächlich durch Wälder und flache Passagen. Die Steigung war noch in einem erträglichen Maße. Zwischendurch machten wir zusammen mit ein paar anderen Wandergruppen eine größere Pause, in der die Porte essen kochten und wir uns von den ersten Strapazen erholen konnten. Anschließend ging es weiter und am Ende des ersten Tages erreichten wir völlig erschöpft unser Ziel für die erste Übernachtung. Wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits in 2700m und Übernachteten direkt an einem Berghang am Rande des Kraters mit Blick auf den Kratersee. Im Kratersee ist über die Jahre ein zusätlicher Vulkan entstanden. Also quasi ein Vulkan im Vulkan.

Nach einer nicht ganz durschlafenden Nacht ging es am nächsten Tag ersteinmal wieder runter. Ziel war diesmal der Kratersee. Dort machten wir eine Pause und manche nutzen die Gelegenheit um schwimmen zu gehen. Anschließed wanderten wir weiter bis wir auf die, vor der Wanderung beworbenen, heißen Quellen stießen. Hier pausierten wir ebenfalls. Anschließend ging es straff weiter, so dass wir am abend unser Zeil für die zweite Nacht erreichten. Wir schliefen wieder an einem Hang in ca. 2700m Höhe, nur diesmal quasi auf der anderen Seite des Kraters.

Um 3 Uhr nachts wurden wir dann alle von den Portern mit Frühstück geweckt, um die letzten 1000 Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Es war kalt und stockdunkel und der Aufstieg teilweise extrem Steil und sandig. Mit Taschenlampen bewaffnet und dem nötigsten an Gepäck, erreichten wir 2 Stunden später den Gipfel. Wir warteten dort auf den Sonnenaufgang. Es war kalt und wir alle waren sehr erschöpft aber wir wurden mit einem unvergesslichen Ausblick auf die uns umgebene einmalige Landschaft in 3726m belohnt. Diesen Ausblick werde ich so schnell nicht vergessen. Ein einmaliges Erlebnis und ein weiterer Höhepunkt meiner Reise.

Anschließend ging es wieder Stück für Stück den Berg herunter. Wir wanderten und wanderten und es wollte einfach nicht mehr aufhören. Doch irgenwann nach 10 Stunden erreichten wir ein Dorf in dem ein Transporter auf uns wartere und uns zurück zum Hotel brachte. Meine Beine tun mir gefühlt noch bis heute weh, aber ich kann nur jedem empfehlen, diese Anstrengungen auf sich zu nehmen. Das Gefühl auf dem Berg zu stehen war einfach unbeschreiblich.

Meine beiden Reisepartner waren so frei und haben die gesamte Reise dokumentiert. Hier könnt ihr euch den Clip anschauen

Anschließend nahmen wir wieder ein Boot nach Bali und verbrachten noch ein paar Tage in Kuta. Das war meine ausgewöhnliche Reise nach Indonesien. Von dort aus ging es dann weiter nach Malaysia. Dazu im kommenden Artikel mehr.

Frohe Weihnachten euch allen!

In Kategorie: Indonesien, Reisen, Weltreise 2014/2015

Über den Autor

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Hi, ich heiße Moritz und komme aus Hamburg. Ich habe jahrelang als Webentwickler und Online-Projektleiter gearbeitet, bis es an der Zeit für eine Weltreise war. Ich freue mich über Feedback und versuche euch mit diesem Reiseblog über meine Reise nach Asien, Südostasien, Australien und Neuseeland auf dem Laufenden zu halten.

Viel Spaß beim Lesen!

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