Kommentare 2

Laos: Von Luang Prabang zu den 4000 Islands

Von Vang Vieng aus ging es weiter mit dem Bus nach Luang Prabang. Die Strecke ist wegen ihrer Höhenschwankungen und Kurven dafür bekannt, bei so manchem Mitfahrer Reiseübelkeit auszulösen. Ich blieb zum Glück verschont. Die Fahrt lief größtenteils, für laotische Verhältnisse, problemlos ab. Wäre da nicht eine Baustelle gewesen. Auf Grund von Bauarbeiten war die Straße nicht passierbar. Also alle raus aus dem Bus und einmal tief durchatmen. Die Baggerfahrer arbeiteten unbeeindruckt weiter und waren wenig motiviert ihre Arbeit zu unterbrechen, aber nach einer halben Stunde zeigten sie sich gnädig und ebneten einen schmale Schneise für unseren Bus. Am Abend bin ich dann, nach 10 Stunden Busfahrt, in Luang Prabang angekommen.

Luang Prabang liegt, ebenso wie Vientiane, direkt am Mekong. Es gibt eine Altstadt, einen Nachtmarkt und mehrere Tempel zu besichtigen. Die Stadt wird durch den Nam Khan River in zwei Hälften geteilt. Für sechs Monate im Jahr, in der Trockenzeit, errichten die Einwohner eine Bambusbrücke, um den Fluss auch aus dem Zentrum heraus zu Fuß überqueren zu können.
Wer günstig essen möchte, geht am besten zum Nachtmarkt und biegt dort direkt am Anfang in eine kleine überdachte Gasse ein. Hier kann man sich für ca. einen Euro an den Buffets satt essen.

Die Tagestour zu dem Tad Sae Wasserfall, sollte sich kein Besucher entgehen lassen. Das türkisblau gefärbte Wasser und die verschiedenen Ebenen sehen einfach toll aus. Wer sich abkühlen möchte, kann in den verschiedenen natürlichen Pools baden gehen.

Für mich war es an der Zeit zu entscheiden, wohin die Reise weitergehen sollte. Ich war ja doch recht weit in Norden und ich wollte eigentlich noch ein wenig mehr von Laos sehen. Ich hatte von den 4000 Inseln gehört, welche sich an der Südgrenze zu Kambodscha befinden. Nach langen Überlegungen entschied ich mich dafür, die Reise anzutreten. Mit dem Bus fuhr ich am frühen Morgen zurück nach Vientiane. Diesmal gab es gleich zwei Baustellen während der Fahrt. Gesamte Fahrtzeit: 14 Stunden. Nach einer Übernachtung in Vientiane ging es von dort aus mit dem Nachtbus in Richtung Süden, zur Stadt Pakse. Dann weiter mit dem Minivan zum Mekong-Ufer und von dort aus mit dem Boot auf die Insel Don Det. Was für ein Trip.

Die 4000 Inseln bezeichnen eine Inselansammlung im Süden von Laos. Hier wird der Mekong in der Regenzeit bis zu 14 Kilometer breit. Ob es nun wirklich 4000 Inseln sind oder nur 3999 weiß glaub ich keiner genau. Im Endeffekt dreht sich alles nur um die beiden Hauptinseln Don Det und Don Khon.

Ich entschied mich für ein Bungalow auf Don Det direkt am Wasser mit eigenem Balkon und Hängematte für sage und schreibe vier Euro die Nacht.
Auf Don Det lässt man den Tag eher ruhig angehen. Gestresst wirkt hier niemand. Es gibt diverse Restaurants und die Möglichkeit Fahrräder auszuleihen und Kajak zu fahren. Das Nachtleben beschränkt sich auf ein bis zwei kleine Bars. Finden sich genügend Leute, lässt man den Abend anschließend noch am Lagerfeuer ausklingen.

Eine Fahrradtour quer über die Insel, sowie die Kajaktour, sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier hat man die Möglichkeit, die sogenannten Irawadi Delphine zu Gesicht zu bekommen. Sechs davon befinden sich in dem Areal um die Insel Don Det. Unser Tour-Guide machte mehrere von ihnen in weiter Entfernung aus und zeigte dann immer hektisch in die jeweilige Richtung. Ich bin mir sicher, dass ich einmal einen in gesehen habe. Naja, vielleicht war es auch nur eine Welle.
Wie dem auch sei. Anschließend haben wir uns dann noch den größten Wasserfall Südostasiens angeschaut und danach ging es dann wieder zurück nach Haus.

Spaß hat’s gemacht!

In Kategorie: Laos, Reisen, Weltreise 2014/2015

Über den Autor

Veröffentlicht von

Hi, ich heiße Moritz und komme aus Hamburg. Ich habe jahrelang als Webentwickler und Online-Projektleiter gearbeitet, bis es an der Zeit für eine Weltreise war. Ich freue mich über Feedback und versuche euch mit diesem Reiseblog über meine Reise nach Asien, Südostasien, Australien und Neuseeland auf dem Laufenden zu halten.

Viel Spaß beim Lesen!

2 Kommentare

Schreibe eine Antwort