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Hong Kong: Tor zu China

Nach einer erholsamen Nacht im sehr empfehlenswerten Yesinn Hostel@Causeaway Bay, bin ich am ersten Morgen ein wenig durch den Central-Bereich spaziert. Dieser befindet sich auf der südlichen Insel „Hong Kong Island“. Hier bin ich die längste überdachte Rolltreppe der Welt entlang gefahren und habe den „Man Mo“-Tempel besichtigt. Ehrlicherweise kann man sich genau diese beiden „Attraktionen“ beim nächsten Besuch sparen. Anschließend fuhr ich in das nördliche Kowloon zur quer durch die Stadt verlaufene Hauptverkehrsstraße Nathan Road. Direkt in der Umgebung gibt es unter anderem einen Nachtmarkt und den Kowloon Park zu entdecken. Besonders gut gefallen hat mir dort die „Avenue of Comic Stars“, in der es verschiedene Comicfiguren in Lebensgröße zu bestaunen gibt. Abends habe ich dann mit ein paar anderen Bewohnern aus dem Hostel an einem „Pub Crawl“ teilgenommen. Ziel war die Partymeile Kwan Lai Fong. Pup Crawl? Für die älteren Semester unter euch: Ein Pub Crawl ist eine organisierte Trinktour mit einer Gruppe von ca. 50 bis 100 motivierten Feierlustigen, die zusammen von Bar zu Bar ziehen. Die Nacht endet dann mit einem Besuch in einem, mehr oder weniger angesagten, Nachtclub. Diese Touren gibt es eigentlich in den meisten Großstädten weltweit. Lustigerweise habe ich dabei einen Holländer wiedergetroffen, den ich in Taiwan kennengelernt hatte. Die Welt ist also, nach wie vor, ein Dorf.

Am nächsten Tag fuhr ich, mal wieder mit einem Holländer, zu einem der Highlights der Region: Dem Tian Tan Buddha (Big Buddah). Diesen kann man per Bus oder Seilbahn erreichen. Anschließend haben wir uns das nicht weit von der Buddha Statue entfernte Fischerdorf Tai O angeschaut. Beides hat mir gut gefallen.

Wer die atemberaubende Skyline Hong Kongs sehen möchte, fährt am besten mit der Tram auf den so genannten „Victoria Peak“. Dieser Berg befindet sich auf Hong Kong Island und bietet eine Aussichtsplattform mit perfektem Blick auf die Stadt. Dies war mit Abstand die beste Skyline meines bisherigen Trips.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Insel befindet sich noch eine andere spektakuläre Attraktion mit Blick auf die Skyline. Jeden Abend findet dort die „Symphony of Lights“ statt. Um dieses Schauspiel zu bewundern, begibt man sich auf die Südspitze Kowloons und schaut dann in Richtung Hong Kong Island. Diverse Wolkenkratzer fangen dann ab Punkt 20 Uhr an in den verschiedensten Farben, passend im Takt zur Musik, zu leuchten. Zusätzlich sind auf vielen Gebäuden riesige Laser auf dem Dach installiert, welche weit in den Himmel strahlen. Laut Guinness-Buch die „größte dauerhafte Lichts- und Soundshow der Welt“.
Im selben Areal befindet sich auch die „Avenue of Stars“. In den Boden sind, ähnlich wie beim Walk of Fame in Hollywood, Namen bekannter Stars eingraviert. Zusätzlich zieren noch diverse Skulpturen bekannter Personen die Promenade, unter anderem eine Statue von Bruce Lee.

Früh am Morgen des nächsten Tages haben wir uns zu einem eher unbekannten und weit abgelegenen „Geheimtipp“ aufgemacht. Nach langer Bahn-, Bus-, und Taxifahrt und anschließendem Hiking Trail, eh ich meine natürlich Wanderweg, erreichten wir endlich die Strände von Tai Long Wan. Nach der hektischen Innenstadt Hong Kongs eine willkommene Abwechslung. Abgesehen von mehreren tollen Stränden, gibt es einen sogenannten „Rock Poll“ in den man Klippensprünge machen kann (@Julian: Danke für den Tipp). Hier gibts eine Wegbeschreibung.

An meinem letzten Tag habe ich mir noch die „Ten thousand Buddhas“ angeschaut und bin anschließend zum Pferderennen in die Arena gegangen. Leider fand dort kein richtiges Pferderennen statt, sondern man konnte nur ein Pferderennen auf einer Leinwand anschauen und wetten. Ich hab aufs richtige Pferd (Name: Sledge Hammer) gesetzt und aus meinen 20 Hong Kong Dollar Einsatz stolze 37 HKD gemacht. Wenn ich das jetzt noch ein paar tausend Mal wiederhole, kann ich mir bald ein Eis kaufen.

Mehrere Reisende sagten mir zuvor, dass man für Hong Kong  maximal zwei bis drei Tage einplanen sollte, da es „nicht viel zu sehen“ gibt. Ich persönlich kann das nicht bestätigen. Wenn man sich drauf einlässt, kann man hier viel erleben.
Hong Kong ist eine verhältnismäßig teure Stadt. Für eine Übernachtung in einem Hostel fallen am Wochenende knapp 30 Euro an und auch die Restaurants sind alles andere als günstig. Teilweise sehr lustig anzusehen, wie „strukturiert“ gerade die U-Bahn-Stationen sind. Es gibt sogar extra Lautsprecherdurchsagen auf der Rolltreppe, die einen extra darauf hinweisen, die Augen bitte nicht nur auf das eigene Handy zu richten. Achtung, Kollisionsgefahr!

Eine der Hauptproteststraßen befand sich direkt vor meinem Hostel. Toll zu sehen, wie friedlich und kreativ die junge Generation in Hong Kong für ihr Recht auf eine echte Demokratie demonstriert. Von Aggressivität fehlt dort jede Spur. Leider wurden sie genau einen Tag vor meiner Abreise von der Polizei vertrieben. Ich wünsche ihnen das Beste und viel Erfolg!

Hong Kong, gerne wieder.

Bucketlist

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  • Ein Foto mit Bruce Lee machen
  • „21“ mit Chinesen spielen (Basketball)
  • Eine Peking Ente in Hong Kong essen
  • Bei einem Pferderennen in Hong Kong auf das richtige Pferd setzen

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In Kategorie: Hong Kong, Reisen, Weltreise 2014/2015

Über den Autor

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Hi, ich heiße Moritz und komme aus Hamburg. Ich habe jahrelang als Webentwickler und Online-Projektleiter gearbeitet, bis es an der Zeit für eine Weltreise war. Ich freue mich über Feedback und versuche euch mit diesem Reiseblog über meine Reise nach Asien, Südostasien, Australien und Neuseeland auf dem Laufenden zu halten.

Viel Spaß beim Lesen!

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